Wie ein Hundespielzeug unser Frühlingskonzert rettete

Habt ihr es gehört? An unserem Frühlingskonzert gab es im Stück «Crazy» eine Stelle, an der Entengeschnatter zu hören war. Das musste so sein. Der Komponist Derek Bourgeois hat in die Noten geschrieben, dass hier eine «duck whistle» gespielt werden soll, also eine «Entenpfeife», mit der Jägerinnen und Jäger Wasservögel anlocken.
Es gibt Entenpfeifen in vielen verschiedenen Ausführungen, je nach Lockruf, den man imitieren will. In der Jagdabteilung grösserer Sportfachgeschäfte findet man beispielsweise Pfeifen für Stockenten (20 Franken), Pfeifenten (13 Franken) oder Knäkenten (28 Franken). Alle tönen ein bisschen anders.
Ihr fragt euch jetzt sicher, welche dieser Entenpfeifen denn am Frühlingskonzert der Harmonie Gerlafingen zum Einsatz kam. Gar keine! Weil unser Verein keine «duck whistle» besitzt und für einen Einsatz von lediglich 4 Sekunden keine kaufen wollte.
Irgendwie muss doch dieses Geräusch auch anders erzeugt werden können, haben wir uns gedacht. Bassist Claudio hatte dann die zündende Idee – und brachte das Hundespielzeug seiner Labradoodle-Dame Leyra in die nächste Probe mit.
Man glaubt es kaum, aber dieses Hunde-Quiiitschi passte perfekt! Und deshalb spielte Perkussionist Chrigu am Frühlingskonzert also nicht mit einer Entenpfeife, sondern mit einem Plastikschwein!
Gerne hätten wir unser neues Musikinstrument noch länger behalten, aber Leyra wollte es nach dem Konzert unbedingt zurück. Vielen Dank, dass wir es ausleihen durften und weiterhin viel Spass beim Zerkauen und Versabbern, Leyra!
Übrigens: In Amerika gibt es sogar Meisterschaften im Entenpfeifen-Pfeifen. Schaut mal hier: Link zu Youtube. Ziemlich «crazy», oder?






